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The smart office in action (InnoZentrum Cisco in Berlin)

Digitale Hipster im smarten Berlin

Digitale Geschäftsmodelle, stylischer Workspace im Vintage Chic und ein Querzug von der veganen bis zur libanesischen Küche – ein gelungener Abstecher in den neuen Startup-Hub Europas.

Text: Julie Cartwright / Bild: Julie Cartwright

Die Lobby des stylischen Michelberger Hotels in Berlin ist Schauplatz der Weiterbildungs-Intensivwoche.

The smart office in action (InnoZentrum Cisco in Berlin)

Die Bloggerin ganz vintage chic im Whisky Room des Michelberger Hotels zu Berlin.

Berlin, Warschauer Strasse. Ein historischer Ort, denn hier verlief damals die Grenze zwischen Ost- und Westberlin. Hier schreiben wir heute neue Geschichte – digitale Geschichte – und dies Backstage. 22 wissbegierige EMBA – Digital Transformation-Studierende der HTW Chur finden sich im nostalgischen Michelberger Hotel ein. Ein unabhängiges, liebevolles, frisches Hotel mit Charakter – kreativ und einzigartig. Der Konferenzraum, die «Backstage» genannt, ist ein Ort, um Kreation, Ideen und Zusammenarbeit zu ermöglichen. Der angrenzende «Whiskyraum» (der Eingang, ein Holzschrank, zunächst nicht erkennbar) ist gemütlich und stylisch eingerichtet. Auch der selbstgeschreinerte Holzfernseher aus den 50-ern schreit nach Vintage – Berlinerlebnis pur.

Am Montag geht’s los: ein theoretischer Input in die «State of the Art»-Trendforschung im digitalen Bereich – welche neuen Trends gibt es? Wie ermittelt man diese? Dr. Philipp Dauderstädt, von unserem Kooperationspartner Trommsdorff & Drüner, weiss da genauestens Bescheid – und ist definitiv trendy. (Und Anglizismen sind by the way im Berliner Jungunternehmer-Jargon auch supertrendy – also gibt es davon heute noch ein paar mehr…).

Smartsmartsmart
Nach dem theoretischen Input folgt die praktische Trendforschung – wir machen uns auf und besuchen das InnoZentrum von Cisco – das smarte Office. Aber was genau ist das, ein smartes Office? Und seit wann ist alles smart? In meinem BWL-Kurs mussten lediglich die Ziele SMART sein. Heute gibt es eine regelrechte smarte Invasion: wir bewegen uns durch smarte Cities, den Blick zumeist auf das Smartphone gerichtet, erbringen Smart Services durch Integration von smarten Produkten… smartsmartsmart – was hat es mit diesem smart auf sich?

Der Begriff Smart Cities ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Smart Services hingegen stehen für daten- und dienstbasierte Leistungsangebote, die durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 ermöglicht werden. Beispiele hierfür sind mobile Anwendungen, Online-Portale oder Sharing-Dienstleistungen. Dies geschieht durch die zunehmende Intelligenz von Maschinen (Smart Products), die mit Sensoren verbunden werden und somit unternehmenseigene und fremde Wertschöpfungsketten mit dem Internet (Internet of Things) verbinden. Dies erlaubt Unternehmen, ihren Kundinnen und Kunden hochwertigere und zielgruppenspezifischere Leistungen anbieten zu können. Aha – das ist ja wirklich äusserst smart.

Nun zurück zu unserem smarten Office bei Cisco: die Pforten öffnen sich hier via Gesichtserkennung. Lichtschalter sind passé, Schlüssel Schnee von gestern, Heizung ein- und ausstellen total überflüssig. Je nachdem wieviel Personen im Raum sind – respektive von den Sensoren detected werden – reguliert sich die Heizung von selbst. Das Licht kann jedoch auch einfach eine tropischere Atmosphäre schaffen und die Raumnutzerinnen und -nutzer glauben lassen, es sei wärmer geworden. Eindrücklich und futuristisch.

Die restliche Woche vergeht wie im Flug – ein digitales Highlight jagt das Nächste. Besuch in der BeusterBar mit den spannenden Jungunternehmern von Abend.net, Cringle, Carzapp, VW, Swisscom vs. Hub:raum, der Incubator der Deutschen Telekom, danach UBS und Goldbach Group. Der Besuch schicker kleiner Restaurants – von Fatoush bis zum Schnitzelpuff, rundet das Programm ab – die volle Bandbreite – auch kulinarisch.

Zum Abschluss besucht uns Prof. Josef Walker, Leiter unseres Departements Entrepreneurial Management, und wir feiern dies gebührend mit Bier aus einer goldenen Schubkarre – ein letztes Mal müssen wir sagen: typisch Berlin – where digital Hipster meets Vintage.


JULIE CARTWRIGHT
Julie Cartwright, trotz Grippewelle, entspannte Bloggerin. Sie arbeitet am Institut für Management und Weiterbildung IMW und am Schweizerischen Institut für Entrepreneurship SIFE der HTW Chur.

Dies ist ein Blog-Beitrag der HTW Chur.

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